Katzen machen verhältnismäßig wenig Arbeit. Man muss mit ihnen nicht Gassi gehen oder sie mit Lebendfutter füttern. Denkt man nun konkret daran, was für Arbeiten anfallen, kommt man ziemlich schnell auf das Katzenklo. Und genau darum soll es in diesem Artikel gehen, ich stelle euch die 10 Tipps rund um das Katzenklo vor. 

Tipp 1: Wie oft muss ich das Katzenstreu wechseln? 

Generell gilt: Das Katzenklo ist im Idealfall immer sauber. Versucht das Katzenklo einmal am Tag zu reinigen, indem ihr den Urin und den Kot entfernt. Es ist immer gut, wenn sich eine Routine einpendelt und das Klo somit nie zu stark verdreckt, da es ansonsten passieren kann, dass sich eure Katze einen anderen Ort für ihr Geschäft sucht. Habt ihr die Reinigung vorgenommen, schüttet wieder etwas neues Streu in das Klo hinein. Das gesamte Streu wechselt ihr etwa alle zwei Wochen komplett aus. 

Täglich

  • angefallenen Kot und Urin entfernen
  • entferntes Streu wieder auffüllen

Wöchentlich:

  • Prüfen ob eine Gesamtreinigung erforderlich ist.
  • Katzenstreu komplett entfernen und neues einfüllen

Monatlich:

  • Die Katzentoilette unter Wasser und gegebenenfalls mit schonendem Reinigungsmittel reinigen, z. B. Essig.

Wie oft Katzenklo wechseln?

Wie oft man das Katzenklo komplett wechseln muss hängt vor allem davon ab, wie regelmäßig man die Katzentoilette von Urinstein und anderen Verschmutzungen befreit. Tut man dies regelmäßig, so hat man in der Regel mehrere Jahre etwas von seinem Katzenklo, bevor man es komplett auswechseln muss.

Tipp 2: Ist Klumpstreu oder normales Streu besser?

Welches Streu ihr am Ende benutzt ist eine Geschmacksfrage. Katzenstreu lässt sich generell in die zwei Kategorien Klumpstreu und nicht klumpendes Streu unterscheiden. Die Unterschiede liegen ziemlich klar auf der Hand: Während das eine Streu Klumpen um den Urin bildet, saugt das andere diesen einfach auf. Ich habe festgestellt, dass klumpendes Streu in der Regel beim Einfüllen in die Katzentoilette deutlich stärker staubt. Habt ihr also eine Katze die zu tränenden Augen neigt, ist es mitunter die klügere Wahl, auf nicht klumpendes Streu zurückzugreifen.

Selbes gilt für viele Langhaarkatzen. Durch die feinere Körnung bleibt gelegentlich Streu im Fell der Katze zurück, welches sich in der Wohnung verteilt oder – noch schlimmer – im Fell der Langhaarkatze verfilzt. Die Auswahl an Katzenstreu ist ziemlich groß, wodurch es schwierig ist, konkrete Markenempfehlungen zu geben. Bei uns in der Familie wird vor allem Catsan benutzt, welches man mittlerweile auch bequem online bestellen kann. Allerdings habe ich auch gute Erfahrungen mit dem Coshida Katzenstreu gemacht, welches man bei Lidl bekommt. 

Tipp 3: Nase putzen nach der Reinigung der Katzentoilette 

Irgendwann las ich selber davon im Internet. Angeblich soll es sinnvoll sein, die Nase nach dem Saubermachen der Katzentoilette zu putzen. Wie bereits bei Tipp 2 geschrieben, ist manches Streu sehr feinstaubend. Dieser Staub kann sich durchaus auf den Nasenschleimhäuten absetzen. Durch das Putzen der Nase nach dem Reinigen der Katzentoilette beugt man dem zumindest teilweise vor und schützt sich selbst dabei. 

Tipp 4: Was für eine Katzenschaufel brauche ich?

Auch dies las ich im Internet und probierte es daraufhin aus. Jeder kennt die normale Katzenschaufel aus Plastik. Diese gibt es fast überall zu kaufen und sie kostet sehr wenig. Im ausgewählten Zoofachhandel, also sowas wie Fressnapf oder Futterhaus, gibt es allerdings auch Schaufeln aus Edelstahl. Und um ehrlich zu sein – die sind wirklich besser als die aus Plastik. Generell bleibt einfach nicht so viel daran hängen und die Handhabung ist um einiges besser. 

Tipp 5: Wie groß muss das Katzenklo sein?

Katzenklos gibt es in jeder erdenklichen Größe und Ausführung. Wie bereits beim Streu ist es eine Geschmacksfrage, was man kauft. Beim Kauf sollte man vor allem auf die Größe achten. Wählt das Klo lieber noch eine Nummer größer. So hat eure Katze etwas mehr Platz und hat somit auch einen geräumigeren Rückzugsort für ihr Geschäft. Wichtig ist, dass sich eure Katze in der Toilette drehen kann, um so die Hinterlassenschaften zuscharren zu können. Neben dem normalen Katzenklo, welches ihr bereits für unter 10 Euro bekommt, gibt es luxuriösere Katzentoiletten bis etwa 100 Euro, für mehr Geld erhaltet ihr selbstreinigende Katzentoiletten. Daneben bleibt die Frage, ob man eine offene oder geschlossene Variante bevorzugt. Eine offene ist für Katzen besser, da sich der Geruch eher im Raum verteilt. Der Mensch bevorzugt jedoch eine geschlossene, denn hier tritt der Geruch nicht heraus.

Tipp 6: Geruch im Katzenklo vermeiden

Der beste Tipp, wenn es um die Geruchsvermeidung geht, ist die Befolgung von Tipp 1. Reinigt man das Katzenklo regelmäßig, entsteht gar kein unangenehmer Geruch im oder rund um das Katzenklo. Empfehlenswert ist es außerdem eine spezielle Matte oder einen kleinen Vorleger vor die Katzentoilette zu legen. So bleibt das Streu rund um das Klo und verteilt sich nicht in der gesamten Wohnung. Wem es immer noch zu doll riecht, der kann auf Duftsteine oder Duftstäbe zurückgreifen und diese in der Nähe oder hinter dem Katzenklo anbringen. Meine Tante legt immer etwas Zeitungspapier unter das Streu. Dies soll die Geruchsbildung etwas minimieren.

Tipp 7: Der richtige Ort für die Katzentoilette

Im Idealfall findet ihr einen Ort für das Katzenklo, der ruhig ist und gut für eure Katze zu erreichen ist. Bei uns ist das im Flur neben dem großen Schrank, der dort steht. Dadurch, dass das Klo dort in einer wirklich ruhigen Ecke steht, haben wir damit vermutlich einen guten Rückzugsort für das Klo gefunden. 

Tipp 8: Wie viele Katzenklos brauche ich?

An und für sich ist die Kalkulation recht einfach:

Anzahl der Katzen plus eine extra Katzentoilette. 

Hier gibt es aber auch persönliche Erfahrungswerte, die diese Ausnahme bestätigen und gerade in einer kleinen Wohnung wird es mitunter schwierig, mehr als ein Katzenklo unterzubringen. Schaut einfach, ob die Anzahl eurer vorhandenen Katzentoiletten ausreicht und ob eure Katze damit zurechtkommt. 

Tipp 9: Wechsel des Katzenstreus, worauf muss ich achten?

Der Wechsel des Katzenstreus ist manchmal eine heikle Angelegenheit. Katzen sind Gewohnheitstiere und reagieren auf Veränderungen im Umfeld mitunter sehr sensibel. Als wir das Streu von nicht klumpend auf klumpendes Katzenstreu änderten, verlief die Umstellung relativ unproblematisch. Sie war anfangs etwas verwirrt davon, dass sie nun in das Streu einsank. Mitunter bietet es sich an, das Streu nach und nach zu wechseln, anstatt direkt komplett umzustellen.

Tipp 10: Wie Katzenstreu richtig entsorgen?

Die Frage, in welchen Müll das Katzenstreu kommt, ist nicht unberechtigt. Es kommt dabei darauf an, ob ihr biologisches oder mineralisches Streu benutzt. Biologisches Streu kommt natürlich in den Biomüll, mineralisches wird im Restmüll entsorgt. Spült Katzenstreu nicht in der Toilette runter. Dadurch verstopfen mitunter eure Rohre und es ist eben nichts, was in die Toilette gehört. Falls ihr es leid seid, nach jedem Reinigen den Müll wegzuschaffen, gibt es auch die Möglichkeit, sich einen speziellen, geruchsfreien Mülleimer zu besorgen.

Diese gibt es aus der Kinderabteilung und auch in der Tierabteilung. In der Tierabteilung findet ihr meistens den „Litter Locker“, der durch einen Schiebemechanismus das Streu von der Außenwelt abtrennt. Für den Litter Locker braucht man dann regelmäßig Refill Patronen, die ihr aber auch direkt im Handel kaufen könnt. Hier gibt’s auch einen Litter-Locker-Refill-Hack, bei dem ihr einfach einen Sack nehmt und diesen mit Hilfe eines Gummibandes um eine alte Patrone bindet. Das funktioniert ganz gut, wenn auch nicht so gut wie mit den originalen Patronen. Ein Versuch ist es aber alle mal wert.

Die 10 Tipps rund um das Katzenklo zusammengefasst

Wie ihr vielleicht merkt: Es ist eigentlich keine große Wissenschaft, sich um das Katzenklo zu kümmern. Wenn man die einfachen und grundlegenden Dinge beachtet, entwickelt sich das Katzenklo nicht zu einem großen Arbeitsfaktor und zeitgleich fühlt sich eure Katze dann auch richtig wohl bei euch 🙂