Es ist kurz vor Weihnachten. Genau genommen der Samstag vor dem dritten Advent. Es war Zeit, den Resturlaub, der sich über das Jahr angesammelt hat, zu nehmen und da das diesjährige Weihnachten bei uns in der Familie etwas durcheinander gewürfelt ist, dachte ich mir, fahre ich meine Familie besuchen, vielleicht mit einem CarSharing Fahrzeug? Zwischen meiner neuen und alten Heimat liegen etwa 500 km, die man im Idealfall in viereinhalb Stunden mit dem Auto schafft. 

schwarzer VW Golf vor Meer

Da ich aber keines habe muss ich mal wieder mit der deutschen Bahn reisen. Ich schaue drei Wochen vorher nach einem Ticket. Eigentlich eine gute Zeit, um ein Ticket zu kaufen, denn im Idealfall ergattert man einen der Sparpreise im Sparpreisfinder für 29,90 €.

Ich nutze also, wie man das heute macht, die App der Deutschen Bahn, um ein Ticket zu finden und kann eins zum Sparpreis von 119,00 € kaufen. Danke nein. Ich muss ja auch wieder zurückkommen. Die Entscheidung fällt auf ein Quer-durchs-Land-Ticket, welches für mich alleine 44 € plus fünf Euro für jeden Mitfahrer kosten würde. Es wird also günstig, wenn ich mit bis zu fünf Personen fahre.

Da ich aber alleine meine Reise antrete, wären es 44 € für diese Fahrt. Zwischenzeitlich hat sich die Planung noch einmal geändert. Ich fahre erstmal zu meiner Tante, um dann von dort mit meiner Mutter in die alte Heimat zu fahren. Sie will nicht alleine die 300 Kilometer im Auto zurücklegen und ich muss eh eine Reise antreten, daher ist es auch eigentlich egal, ob mein Ziel 500 km im Norden liegt oder 500 km im Westen.

Drei Tage vor meiner geplanten Abreise schaue ich jetzt noch einmal aus Spaß in die App. Da ist er! Der Sparpreis für 29,90 € und ich schnappe ihn mir. Fünfeinhalb Stunden mit einer halben Stunde Umsteigezeit in Hannover. Ich nehme also meine Koffer und begebe mich auf meine Weihnachtsrundreise.

Zum Glück wurde der Streik rechtzeitig vor meiner Abreise beendet. 1000 € Einmalprämie und insgesamt sechs Prozent mehr Lohn hörte ich heute früh in der Tagesschau. Nun stehe ich am Bahnhof und ein riesiger Weihnachtsbaum soll in der kalten Eingangshalle weihnachtliche Stimmung verbreiten. Kalt ist es jedenfalls. Nach Weihnachten sehen mir die Menschen aber nicht aus. Sie wirken eher gestresst und verwirrt. 

Chaos am Bahnsteig

Die Wagenreihung hat sich geändert, die erste Klasse ist nun im Abschnitt B. Was das heißt wissen wahrscheinlich nur die Deutsche Bahn und ein paar Bahn-Nerds. Ich stelle komplizierte Berechnungen an. Wenn vorher die Wagenreihung normal war und jetzt der Wagen 5 hinter dem Wagen 1 steht und mein reservierter Sitzplatz im Abschnitt C, Bahnwagon 3 liegt, müsste ich nun zwei Abschnitte weiter hinter gehen. Wird mir zu kompliziert, wie gesagt, ich habe Urlaub und muss mich von jQuery, HTML und SEO-Strategien erholen. Ich entscheide mich also für die „Ich lasse mich überraschen“-Taktik und bleibe einfach im Abschnitt C stehen. 

Ich stehe nun also mit meinem Kaffee in der Hand auf dem Bahnsteig rum, als eine Frau mittleren Alters zu mir kommt und mich anspricht. Typische „Ökomutti“, die hier in dem Szeneviertel mit ihrer 5-köpfigen Familie in einer der Altbauwohnungen wohnt und gebatikte Klamotten richtig fetzig findet 😉 Die Dame, nennen wir sie Frauke, hat zwei vollgepackte Fahrräder dabei. Ob ich ihr eventuell helfen könnte. „Klar!“ – Ich bin ja nett und es ist Weihnachten, das Fest der Liebe. In meinem Kopf male ich mir schon aus, wie ich mit ihr gleich auf die andere Seite des Zuges sprinten muss weil das Abteil für die Fahrräder dort ist. Muss ich nicht.

Kurz vor unserer Nase hält ein Abteil mit dem Fahrradaufkleber, also ist sie sich sicher: Da muss ich rein. Ich helfe ihr das Fahrrad reinzutragen, gehe dann aber auch relativ schnell weiter, denn mein Sitzplatz wartet und ich will ja noch ein bisschen was schreiben, bevor ich in Hannover ankomme und von da weiter muss. Also geht es Schritt für Schritt der alten Frau hinterher die sichtlich Schwierigkeiten mit den Stufen und der elektrischen Schiebetür im neuen Doppelstock-IC hat. 

ICE Zug im Berliner Hauptbahnhof

Irgendwann komme ich dann an meinem Platz an, am Fenster, aber gegen die Fahrtrichtung. Ich setze mich also hin und breite mich aus. Tasche auf dem Beisitz, damit sich bloß niemand dahin setzt, Rucksack unter die Füße. Diebstahlsicherung, falls ich einschlafe. Der Zug startet. Kurze Zeit später die Durchsage: „An die Fahrgäste, die soeben mit den Fahrrädern in den Wagen 4 eingestiegen sind, bitte bringen Sie diese am nächsten Bahnhof in das dafür vorgesehene Fahrradabteil. Dieses Abteil ist aus Sicherheitsgründen nur für ein Fahrrad vorgesehen.“ Ich fühle mich irgendwie angesprochen, ignoriere die Ansage aber, da ich ja keine Besitzansprüche an die Fahrräder habe und ich in meiner weihnachtlichen Stimmung Frauke nur bei ihrer Trage-Problematik helfen wollte.

Als sie an mir vorbeiläuft wirkt sie sichtlich gestresst, wie soll sie nun die beiden Räder in den dafür vorgesehenen Wagen transportieren. Ich habe meine dicke Winterjacke ausgezogen. Vermutlich erkennt sie mich nicht. Mein Glück, denn jetzt meine Reise aufs Spiel setzen, um ihr zu helfen? Hab ich eher keine Lust drauf. Aus mir, dem Weihnachtsmann, ist eher der Grinch geworden. Frauke entscheidet sich, die Fahrräder in Einzelteilen zu transportieren. Sie fängt an, die sechs Fahrradtaschen einzeln hinüberzuschaffen.

Warum reist sie überhaupt mit zwei Fahrrädern, wo ist ihr/e Mitfahrer/in? Dann erneut die Durchsage: „Die Besitzer der Fahrräder in Abteil 4 begeben sich bitte zu ihren Fahrrädern, dort werden sie von der Reisebegleitung erwartet.“ Frauke sprintet zu ihren Rädern. 

Teilen wir uns doch einfach ein Auto

In Gedanken sehne ich mich nach dem Auto, welches ich nicht besitze. Teilen ist jetzt angesagt. Im Grunde teile ich ja auch den Zug mit Frauke und der alten Dame. Train-Sharing sozusagen. Ist aber lange überholt und am Ende so veraltet wie ein Faxgerät, aber gut, was will man machen. Heute teilen wir eigentlich alles: Autos, Fahrräder, Roller, Wohnungen, Gärten. Die unterschiedlichen Lebensentwürfe sollen sich durchmischen und für alle soll das Richtige dabei sein. Vermutlich hätte ich Frauke nie kennengelernt, wäre ich einfach mit dem Auto gefahren.

Irgendwie hatte ich lange gar nicht den Wunsch nach einem Auto. Da aber Einkaufen für die Woche deutlich entspannter mit einem Auto ist, meldete ich mich vor gut 6 Jahren beim Carsharing an. Bei uns in Sachsen ist der Marktführer da teilAuto. Wer in Dresden oder Leipzig wohnt wird die roten Wagen mit der weißen Werbung kennen. Das Prinzip ist einfach: Gegen einen monatlichen Beitrag kann ich Fahrzeuge aus der teilAuto-Flotte nutzen. Dafür bezahle ich eine Stundenpauschale und eine Kilometerpauschale. Das ist eigentlich ein faires System, welches derzeit boomt und an dem immer mehr Menschen aus deutschen Großstädten teilnehmen. Sogar Elektrofahrzeuge kann man ausleihen.

Blick durch die Windschutzscheibe eines PKW's

Wann rechnet sich Carsharing?

Carsharing bietet Menschen ohne KFZ die Möglichkeit, die Freiheit eines Autos zu nutzen, wenn sie darauf Lust haben. Alles relativ unverbindlich. Wenn man nicht fährt, zahlt man auch nichts.

Wenn mich Leute fragen, ob wir zufrieden mit teilAuto sind, sage ich in der Regel ja und gebe die Empfehlung mit der Versicherung mit und den ultimativen Tipp, dass man jedes mal vor und nach der Fahrt das Auto rundum fotografieren und kontrollieren sollte. Zeitgleich gebe ich mit, dass sich Carsharing dann wahrscheinlich am meisten lohnt, wenn man kurze und nahe Fahrten machen will. Mal zum Kaufland oder mit dem Transporter zu Ikea. Genau dann lohnt sich das Ganze vermutlich am meisten. 2 Stunden und 15 Kilometer kommen dann auf etwa 8 Euro für die gesamte Fahrt. Tanken ist immer inklusive.

Jedes KFZ besitzt eine eigene Tankkarte, wodurch man nicht selber für das Tanken von Benzin oder Diesel aufkommen muss. Carsharing rechnet sich vor allem dann, wenn man wenige, kurze Fahrten machen will. Du willst aber auch mal in den Urlaub fahren? Dann lese einfach weiter.

Was kostet Carsharing bei teilAuto?

Gehen wir nun mal eine Beispielrechnung durch und gehen davon aus, dass man sich im Monat für 10 Stunden und 100 Kilometer ein KFZ der Kategorie „Minis“ bucht. Das sind dann Fahrzeuge wie der VW Up! oder Renault Twingo. Diese kosten pro Stunde am Tag 2,28 € und pro Kilometer 0,28 €. Der Monatsbeitrag im Rahmentarif liegt bei 9,00 €.

10 Stunden zu 2,28 € = 22,80 € 
100 Kilometer zu 0,28 € = 28,00 €
Monatsbeitrag zu 9,00 € = 9,00 €

Gesamt monatlich: 59,80 € 

TeilAuto geht von ähnlichen Preisen aus: Eine Tagesfahrt mit 7,5 Stunden und 150 Kilometern wird dort mit 63,00 € angegeben. Weitere Preisbeispiele und eine genaue Auflistung findet ihr auf der offiziellen TeilAuto-Website

In der Theorie wirkt das erstmal recht ansprechend, denn die ganzen Probleme, die man sonst mit einem Auto hat, schiebt man auf den Fahrzeughalter: In diesem Fall teilAuto. In der Praxis gibt man mit der Zeit aber gefühlt mehr Geld aus, da man dann zwischenzeitlich auch mal längere Fahrten antritt, oder umzieht, mal mit dem Cabrio nach Tschechien fährt oder ganz einfach nur mehr fährt. Es kommt trotz geteilter Autofreude zwischenzeitlich das Gefühl auf, dass man super flexibel ist, weil man das Auto ja jederzeit buchen könnte, wären da nicht die Kosten für lange und weite Fahrten. Und so gibt es im Jahr 2018 einige Monate, in denen meine Rechnungen auch mal die 200-Euro-Grenze überschritten haben.

Am Ende rechnet man vorher dreimal durch, ob man die Fahrt jetzt macht oder nicht und verliert auf einmal die vorher gedachte Flexibilität. Im Schnitt zahlten wir letztes Jahr 120 € im Monat für die Nutzung von teilAuto. Es gab aber auch Jahre, in denen wir mehrmals in die Heimat gefahren sind: jedes mal 1000 Kilometer und mehrere Tage, da waren die einzelnen Fahrten schnell in Richtungen um die 400 €. 

Der Vorteil von Carsharing?

Carsharing bietet, trotz der auf den ersten Blick hohen Kosten für längere Fahrten, aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Kauf eines Autos: Ich als Carsharing-Nutzer habe nur meine Buchungskosten, muss mich aber weder um die Tank- noch Werkstattkosten kümmern. Natürlich wird über meinen Buchungsbeitrag ein Teil dieser Kosten gedeckt, jedoch kostet ein privates KFZ immer Geld, egal ob ich es nutze oder nicht. Dies ist beim Carsharing nicht so: Ich trage nur die Kosten für den Nutzungszeitraum. 

Zahle ich den Sprit beim Carsharing? 

Bei teilAuto zahle ich als Nutzer meine Spritkosten nicht selber. Diese Kosten werden über den Kilometerpreis abgerechnet. In jedem Auto befindet sich eine Tankkarte mit der ich bei autorisierten Händlern „kostenfrei“ tanken kann. Die Bezahlung funktioniert relativ einfach. Ich muss in der Regel den aktuellen Kilometerstand des Fahrzeuges im Pin-Gerät eingeben und bestätige dann die Zahlung mit der Tank-Pin, die fahrzeugspezifisch in der App hinterlegt ist. Diese Erfahrungen beziehen sich auf die Carsharing-Nutzung bei teilAuto. Andere Anbieter haben mitunter andere Konditionen.

Welche Kosten habe ich beim Carsharing?

Der monatliche Zahlbetrag besteht aus dem monatlichen Mitgliedsbeitrag, der stündlichen Nutzungspauschale und der Kilometerpauschale. Manche Anbieter verlangen eine Aufnahmegebühr, für die es dann die entsprechende Zugangskarte zu den Fahrzeugen gibt. Da die Gebühren für das Tanken mit den Beträgen beglichen sind, entstehen hierfür keine extra Kosten. Zusätzliche Kosten können durch den Abschluss einer entsprechenden Versicherung entstehen. 

Wie hoch ist die Selbstbeteiligung bei teilAuto? 

Die Selbstbeteiligung hängt davon ab, welchen Tarif ihr bei teilAuto abgeschlossen habt. Seid ihr im Geschäftskundentarif, so liegt die Selbstbeteiligung bei 750,00€. Befindet Ihr euch im Rahmen-, Start- oder Vielfahrertarif so beträgt die Selbstbeteiligung 1500,00€. Prüft wie im Punkt „Zusatzversicherungen prüfen“ welche Optionen der Selbstbeteiligung Begrenzung es gibt. TeilAuto bietet hier für 90,00 Euro ein entsprechendes Paket an, welches die Selbstbeteiligung auf 300,00€ senkt. 

Zusatzversicherungen prüfen

In der Regel verhält es sich wie mit einem normalen Mietwagen. Man hat eine gewisse Selbstbeteiligung, die immer beglichen werden muss. Je nach Anbieter unterscheidet sich diese Summe. Bei teilAuto beträgt diese Selbstbeteiligung im normalen Vertrag 1500 € und mit der Zusatzversicherung, die ich direkt zu Beginn abschloss, 300 €. Die Zusatzversicherung kostet jährlich 90 €, die sich aber im Schadensfall schnell rentieren. Einmal stellte ich einen Schaden erst während der Benutzung fest. Der Kühlergrill war komplett demoliert.

Der Wagen wurde aber so nah an die Hecke geparkt, dass man das nicht gesehen hat. Ich war ehrlich und rief an, um den Schaden zu melden. Das durfte ich am Ende bezahlen. Schadenshöhe gesamt: 406,76 €. Zum Glück schloss ich die 90-Euro-Zusatzversicherung ab, die meine Selbstbeteiligung im Schadensfall auf 300 € beschränkt, da sonst die Selbstbeteiligung bei 1500 € liegt, die aus eigener Tasche gezahlt werden müssen. Autoreparaturen werden schnell kostspielig und bereits 300 € sind ein Haufen Geld. Schäden können gefühlt immer passieren und dabei muss es nicht mal zwangsläufig ein Unfall mit Verletzten oder gar Toten sein. Ihr solltet prüfen, ob euer Carsharing-Anbieter eine entsprechende Zusatzversicherung anbietet und diese, wenn ihr sie bei euch für sinnvoll haltet, abschließen. 

Schaden am teilAuto

Kontrolliert das ausgeliehene Fahrzeug vor Fahrtantritt sowohl innen als auch außen auf Schäden. Nehmt euch das Bordbuch zur Hand und schaut ob der von euch gefundene Schaden dort bereits aufgeführt ist. Neuerdings werden die Schäden auch in der App mit festgehalten. Zögert nicht auch bei kleinen Schäden die Hotline anzurufen. Lasst euch nicht abwimmeln wenn das Fahrzeug viele kleine Schäden hat, denn am Ende haftet ihr mit eurem Privatvermögen, wenn teilAuto der Meinung ist, dass ihr den Schaden verursacht habt.

Meine Erfahrungen zeigten, dass teilweise starke Hagelschäden am gesamten Fahrzeug nicht im Bordbuch oder der App vermerkt waren. Zusätzlich sagt teilAuto, dass sie eine Null Toleranz Politik haben was nicht gemeldete Schäden angeht.

Tipp 1: Fahrzeug vor und nach der Fahrt fotografieren

Die Fahrzeuge stehen in der Regel irgendwo und werden mit Hilfe einer Zugangskarte oder der App geöffnet. Die Kontrolle, ob das Fahrzeug in Ordnung ist, obliegt dabei aber dem Fahrzeugmieter. Da sich eventuelle Schadensfragen relativ schnell mit einem Foto klären lassen, habe ich es am Ende so gehandhabt, dass ich vor und nach der Fahrt das Auto rundum fotografiert habe. Dadurch sichere ich mich selbst ab und der ganze Prozess dauert nur wenige Minuten.

Tipp 2: Autos vor dem Kauf probefahren

Klingt zwar erstmal ein bisschen wirr, aber tatsächlich hat uns Carsharing auf den Geschmack gebracht, die unterschiedlichen Fahrzeuge zu testen und das für uns beste Auto zu finden. Zwar bestehen die Flotten der Anbieter in der Regel aus ähnlichen Fahrzeugen, aber die Auswahl ist trotzdem ziemlich groß: vom Minicar bis zum Hochdachkombi kann man jedes Auto während der Buchung ausgiebig testen und positive wie auch negative Sachen herausfinden. Wir stellten zum Beispiel fest, dass wir in den meisten Fords sehr wenig Platz haben, ein VW UP! uns aber ausreichend Platz bietet, obwohl wir beide große Männer sind. 

Foto von Füßen im Rückspiegel eines Autos.

Meine Erfahrungen mit Carsharing im Fazit

Carsharing ist praktisch und bietet einer großen Menge Leute die Möglichkeit, Autos auch dann zu nutzen, wenn nicht das Geld da ist, um sich ein eigenes Auto zu leisten. Da man sich das Auto teilt, teilt man sich eben auch die Kosten. Und da liegt der Punkt, der die ganze Sache für mich ein bisschen schwierig macht. Ich habe es leider oft erlebt, dass die Fahrzeuge in einem sehr dreckigen Zustand zurückgegeben wurden oder große Schäden, die offensichtlich während der Fahrt entstanden sein müssen, nicht gemeldet wurden.

Das ist für jeden, der das Auto nicht sachgemäß prüft, dann ziemlich doof, denn im schlimmsten Fall bleibt dieser auf einem Schaden sitzen, den er selber nicht zu verantworten hat. Dies sind jedoch Einzelfälle und jeder muss für sich entscheiden, ob das beispielsweise ein Grund ist, um Carsharing nicht zu machen. Für Menschen, die nicht dauerhaft auf ein Auto angewiesen sind und die nur wenige Fahrten im Monat machen, lohnt sich Carsharing aber denke ich auf jeden Fall und gut für die Umwelt ist es auch. Nichtsdestotrotz: Ich habe uns einen VW UP! gekauft. Aber dazu könnt ihr euch auch noch einmal die Autokauf-Geschichte durchlesen.